Rekordsommer 2015?

Hallo,

nachdem es die letzten 10 Tage richtig sommerlich war, verschafft uns dieses Wochenende (endlich) ein bisschen Abkühlung. Kalendarisch gesehen liegt nun das erste Drittel des Sommers hinter uns. Meterologisch ist schon mehr als die erste Hälfte vergangen.

2015_07_25

Dieser Sommer hat uns bis jetzt 34 Tage mit einer Maximaltemperatur von mehr als 25 °C gebracht. An 12 Tagen zeigte das Thermometer sogar mehr als 30 °C an. Nur 2010 und 2013 traten mehr heiße Tage auf. Die bisherige Maximaltemperatur liegt bei 34,8 °C und wurde am 07.07.2015 im Rahmen der Hitzewelle Anfang Juli erreicht. In der Nacht vom 17.07 auf den 18.07 fiel das Thermometer nicht unter 20 °C. Man spricht dabei von einer Tropennacht. Seit 2007 war dies die erste Tropennacht, die von der Wetterstation Rosenheim/Pösling registriert wurde. Bisher hat es auch schon einige schwächere Gewitter in Rosenheim gegeben. Meine Fotos zeigen die Gewitterfront, die letzen Sonntag, den 19.07 über uns hinweg zog.

Zusammengefasst ist dieser Sommer im Vergleich zu den letzten überdurchschnittlich heiß. Nur 2009 und 2013 wurde eine höhere Maximaltemperatur gemessen. Und nur in den Sommern 2010 und 2013 wurden mehr heiße Tage gezählt. Und dass, obwohl die Hundstage gerade eben erst begonnen haben und noch bis zum 23. August andauern.

Ende der Hitzwelle

Hallo Zusammen,

nachdem der Sommer Anfang Juli mit Temperatuen von bis zu 34,8 °C richtig durchgestartet ist, kamen am Abend des 07.07.2015 Gewitter, die endlich Abkühlung brachten.

2015_07_07

Vielerorts wurden die Gewitter von starken Sturmböen oder sogar Tornados begleitet. Das Gewitter in Rosenheim tobte zwischen 22:30 und 23:30 Uhr und  war zum Glück schwächer und brachte „nur“ Sturmböen mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von 79 km/h mit sich. Wie meine Fotos oben zeigen, wurde der Himmel aber von einigen spektakulären Blizen erhellt.

Hitzewelle in Rosenheim – Update 07.07.15 20:00 Uhr

Hallo Zusammen,

anlässlich der aktuellen Hitzewelle möchte ich heute einen kleinen Überblick geben, welche Hitzerekorde seit 2007 an der Wetterstation Rosenheim/Pösling gemessen wurden.

2015_07_03

Bei den heißen Temperaturen ist ein Badegang im Simsee auch nach dem Sonnenuntergang eine willkommene Abkühlung.

Hier erstmal die Spitzenwerte der letzen Jahre:

  • 35,6 °C am 27.07.2013
  • 35,5 °C am 23.07.2009
  • 34,8 °C am 06.07.2015
  • 34,2 °C am 20.08.2012
  • 33,6 °C am 26.08.2011
  • 33,1 °C am 22.06.2008
  • 32,8 °C am 16.07.2007
  • 32,6 °C am 9./10.06.2014
  • 32,1 °C am 14.07.2010

Doch eine Hitzewelle zeichnet sich nicht nur durch ein paar aufeinanderfolgende heiße Tage aus. In der klimatologischen Einschätzung des DWD zur aktuellen Hitzewelle werden 14-tägige Hitzeperioden mit einem mittleren Tagesmaximum der Lufttemperatur von mindestens 30 °C in fünf Städten untersucht. In München zum Beispiel traten derartige Hitzewellen 1983, 2003, 2006 und 2013 auf. In Rosenheim trat seit 2007 einmal eine solche Hitzeperiode vom 24.07.2013 bis zum 06.08.2013 auf. Die durchschnittlichen Maximaltemperatur lag bei  31,0 °C.

Wo lässt sich nun die gegenwärtige Hitzeperiode im Vergleich zu den Vergangenen einordnen?

Vom 02.07. bis zum 05.07. hatten wir vier heiße Tage in Folge. Am 06.07. verfehlt die Spitzentemperatur die 30 °C Marke um 0,3 °C.

Am 06.07 hatten wir mit einer Maximaltemperatur von 34,8 °C den bisher heißesten Tag des Jahres. Auch jetzt um 20 Uhr hat es immer noch 33 °C. Neben den Wetterberichten zeigt der stetig fallende Luftdruck an, dass schon bald die erlösende Abkühlung kommen wird. Ob es dabei auch in Rosenheim zu (heftigen) Gewittern kommen wird, steht allerdings noch in den Sternen.

Gewitterwochenende 13/14.06.2015

Hallo Wetterfreunde,

letztes Wochenende hatte ich endlich mal wieder Zeit ein paar Fotos von den Gewittern am Samstag und Sonntag zu schießen. Samstag Abend zog nur ein leichtes Gewitter mit wenig Regen und ein paar Blitzen über Rosenheim hinweg. Trotzdem gab es einige schöne Wolken, die eindrucksvoll von der untergehenden Sonne beschienen wurden, wie folgendes Bild zeigt.

2015_06_13

Am Sonntag Nachmittag zog dann um 14:30 Uhr ein stärkeres Gewitter mit leichtem Hagel, starkem Regen und einigen Blitzen über Rosenheim in Richtung Norden hinweg. Auf dem unteren Bild habe ich die gewaltigen Wolken kurz vor Einsetzen des Niederschlags fotografiert. In Folge des Gewitters fiel die Temperatur kurzzeitig von ca. 25 °C auf 20 °C.

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Gewitterwochenende 06./07.06.2015

Hallo Wetterfreunde,

am vergangenen Wochenende markierten zahlreiche Gewitter das Ende einer Hitzewelle mit Spitzentemperaturen von 30,7 °C Grad in Rosenheim. Montagmorgen ließ es ein Gewitter in München ordentlich krachen. Starker Niederschlag und Blitze im Sekundentakt führten zu einem Verkehrschaos mitten in der Stoßzeit.

2015_06_11

Kurz davor kehrten wir von Rock im Park zurück, wo wir am Samstag Abend schon von Gewittertürmen umringt waren, wie obiges Foto zeigt. In der Nacht zog dann ein Gewitter mit spektakulären Blitzen über uns hinweg. Zum Glück wurde niemand auf dem Festivalgelände durch das Unwetter verletzt.

Auch wenn ich die Gewitter dieses Wochenendes nicht selbst festhalten konnte, war Michael Schmuck mit seiner Kamera unterwegs und hat dieses Video auf seinem YouTube Channel veröffentlicht. Viel Spaß beim Anschauen!

 

 

Wann ist die Hochwassergefahr am größten?

Hallo Zusammen,

im letzten Beitrag habe ich über ein kleines Hochwasser an den Flüssen in unserem Landkreis berichtet. In diesem Beitrag möchte ich mich der Frage widmen, wann die Hochwassergefahr bei uns am größten ist. Beim Stichwort Hochwasser fällt einigen sicher sofort das Jahrhunderthochwasser Ende Mai/Anfang Juni 2013 ein. Doch ist in diesen Monaten ein Hochwasser grundsätzlich wahrscheinlicher?

Um dieser Frage nachzugehen, hilft erstmal ein Blick auf die Klimadiagramme für Rosenheim. Hier erkennt man sofort, dass die Monate Mai, Juni, Juli, August und auch der September am niederschlagreichsten sind. Doch für ein Hochwasser ist nicht die Niederschlagssumme im Monat ausschlaggebend, sondern auf wenige Tage konzentrierte hohe Niederschlagsmengen.

Niederschlag_pro_Tag

Obiges Diagramm zeigt die Niederschlagssumme pro Tag in den Jahren 2007 bis 2015. Punkte oberhalb der blauen Linie stehen für Tage an denen mehr als 30 mm Niederschlag fällt (das entspricht 1,25 mm pro Stunde). Man kann erkennen, dass solche Tage hautsächlich in den Monaten Mai, Juni, Juli, August und September auftreten (der Ausreißer mit den 74,1 mm ist übrigens der 2. Juni 2013). Dadurch wird die Vermutung bestätigt, dass Hochwasser in den Sommermonaten am häufigsten auftreten.

Ein Blick auf die historischen Pegelmaxima der Mangfall in Rosenheim zeigt, dass die fünf Rekordstände zwischen dem 22.5 und dem 20.7 liegen. Die fünf höchsten Pegelstände des Inns wurden zwischen dem 21.5 und dem 23.8 erreicht. Diesen Daten bestätigen perfekt die Vermutung, die sowohl die Klimadiagramme also auch obiges Diagramm nahe legen. Daraus folgt, dass die größte Hochwassergefahr in den Sommermonaten besteht.

Dauerregen und kleines Hochwasser

Hallo an alle Besucher meines Blogs,

in meinem heutigen Beitrag möchte ich Euch einen wettertechnischen Rückblick zur verregneten Woche geben.

2015_05_23

Nach ersten morgendlichen Schauern am Dienstag, den 19.05, setzte am Nachmittag Dauerregen ein, der bis zur Nacht auf Freitag, den 22.05 anhielt. Dabei fielen in Rosenheim insgesamt 52 mm Niederschlag. In Folge dessen stiegen die Pegel einiger Bäche und Flüsse an. Mein Beitragsbild zeigt den vom aufgewühlten Schlamm braun eingefärbten Kaltenbach.

Um einen Überblick über die Hochwasserlage an bayerischen Flüssen und Seen zu bekommen nutze ich immer die Seite des Hochwassernachrichtendienstes Bayern. So hat die Mangfall am Mittwoch, 20.05 für 9 Stunden Meldestufe 1 überschritten und erreichte um 23 Uhr einen maximalen Pegel von 204 cm. Im Vergleich dazu hat die Mangfall beim großen Hochwasser 2013 einen Pegel von 494 cm erreicht (nur 1 cm mehr und das Wasser wäre in das Stadtgebiet eingeströmt). Dass der Pegel der Mangfall und anderer Flüsse trotz des Dauerregens nur mäßig anstieg, lag daran, dass die Schneefallgrenze bei 1500 m oder darunter lag, so dass ein großer Teil des Niederschlags als Schnee gebunden wurde und nur nach und nach abtaut und abfließt.

Bei meinen Recherchen zu Hochwassern bin ich noch auf die Seite des IÜG (Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete) gestoßen. Dort gibt es unter anderem eine sehr informative Karte, anhand der man nachvollziehen kann, welche Flächen in der Region Rosenheim von Überschwemmungen gefährdet sind. Je nach Internetgeschwindigkeit kann es etwas dauern bis die verschiedenen Karten für Jahrhunderthochwasser oder noch extremere Ereignisse geladen sind, dafür kann man dann aber ganz genau nach sehen, welche Straßen von Hochwassern bedroht sind.

Erste Gewitter des Jahres

Hallo Wetterbegeisterte,

vor einer Woche am 9.5 gab es erste Gewitterschauer in der Region. Im Beitragsbild habe ich die Szenerie mit verschiedenen Kameraeinstellungen festgehalten.

2015_05_09

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind einige schwere Gewitter durch Deutschland gezogen. In Freiburg fielen Hagelkörner, so groß wie Tennisbälle, vom Himmel. Nördlich von Augsburg trat sogar ein Tornado auf, der zwei Orte verwüstete. In Rosenheim brachte das Gewitter in der Nacht zwischen 2 und 3 Uhr zum Glück nur kurzen starken Regen (1,3 mm/min) mit sich.

Weitere Fotos und Videos zu diesen und anderen Gewittern könnt Ihr auf Sturmwetter.de finden. Walter Stieglmeier präsentiert dort seine aktuellen Aufnahmen von Wettergeschehnissen im Raum München.

Storm Chasing

Hallo Leute,

da jetzt bald wieder die Gewittersaison beginnt, möchte ich Euch heute mein Hobby Storm Chasing vorstellen. Das Bild zeigt ein paar Fotos, die dabei entstanden sind.

StormChasing

Storm Chasing, also das Jagen von Unwettern, besteht darin, Unwetter auszumachen, sie zu beobachten und sie fotografisch oder auf Film festzuhalten. Wann immer ich Zeit habe, treibt mich die Faszination für Gewitter und andere Naturgewalten dazu, mich in mein Auto zu setzten, um Fotos von Gewitterwolken, Blitzen und anderern Wetterereignissen aufzunehmen. Auf dieser Seite möchte ich Euch einen Überlick über Websites geben, die einige interessante und wichtige Informatinen für das Jagen von Unwettern bereitstellen.

Wer sich auch für Storm Chasing interessiert, sollte sich zunächst etwas Wissen über die Entstehung von Gewittern, die verschiedenen Gewitterarten und deren Begleiterscheinungen wie Blitze und Hagel aneignen. Eine sehr gute Quelle ist die Gewitterkunde für Stormchaser und Spotter.

Wenn man nun Gewitter live beobachten möchte, muss man zunäst die Wetterprognosen für die nächsten Tage im Blick haben. Dafür eignen sich Wetterseiten, wie zum Beispiel
www.wetter.com. Auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes sind nicht nur die akutelle Wetterlage und die Wetterprognose für die nächsten Tage zu finden, sondern auch ein Wetterlexikon und viele weitere Informationen.

Die allgemeinen Wettervorhersagen beziehen sich zwar meist auf weiträumige Gebiete, liefern aber Hinweise an welchen Tage ein erhötes Gewitterrisiko vorliegt. An solchen Tagen ist die kurzfristige Wetterentwicklung zu beobachten. Dafür können Werte von lokalen Wetterstationen hilfreich sein. Ein stark fallender Luftdruck zeigt zum Beispiel an, dass es bald zu Regen und/oder Sturm kommt. In Rosenheim gibt es eine private Wetterstation, sowie eine
Wetterstation von der FH Rosenheim.

Neben den Wetterstationen geben Wetterwarnungen an, ob in den nächsten Stunden mit einem Gewitter zu rechnen ist. Auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes werden Wetterwarnungen für jeden Landkreis veröffentlicht. Die Unwetterzentrale gibt Wetterwarnungen noch detaillierter auf Stadt- und Gemeindeebene heraus.

Um die beste Position für die Beobachtung eines Gewitters zu bestimmen, ist es sinnvoll die Bewegung des Niederschlagskerns auf einem Wetterradar zu verfolgen. Mit ein bisschen Erfahrung und Glück kann man dann zum Beispiel bestimmen, wann man spätestens mit dem Radl vom Biergarten aufbrechen sollte um trocken nach Hause zu kommen. Ein Niederschlagsradar gibt es unter www.niederschlagsradar.de sowie auf den Seiten von Wetteronline.de. Neben der Stärke des Niederschlags, sind Gewitter auch durch ihre Blitzintensität charakterisiert. Der Blids Spion Deutschland zeigt Anzahl und Verteilung der Blitze in den letzten 120 Minunten an.

Trotz aller Begeisterung ist stets darauf zu achten, dass man sich selbst nicht in Gefahr bringt und Feuerwehr, Polizei, etc. nicht behindert, wenn es doch mal wilder hergeht.

Wie war der Winter 2014/15?

Hallo zusammen,

an diesem verregneten Maiwochenende möchte ich nochmal einen kurzen Blick auf den vergangenen Winter werfen. Klimatologisch wird der Winter an Hand der Anzahl der Frost- und Eistage ausgewertet. Frosttage sind Tage, an denen die Minimaltemperatur unter 0° C fällt. Tage, deren Maximaltemperatur unter 0° C liegt, werden als Eistage gezählt. Da Frosttage auch im Herbst und Frühling auftreten können, kann man mit Hilfe der Eistage am besten die Härte eines Winters abschätzen.

Frosttage_Rosenheim

Während der Winter 2013/14 in Rosenheim quasi komplett schneefrei war, fiel im vergangenen Winter deutlich öfter Schnee. Diesen Eindruck spiegelt auch das obige Diagramm wieder. Im vergangenen Winter gab es mit 7 Eistagen drei mehr als im Winter davor. Trotzdem liegt die Zahl weit unter dem Durchschnitt von 22 Eistagen. Mit 77 Eistagen war der vergangene Herbst, Winter und dieser Frühling der Wärmste seit 2007. Dies stimmt auch mit der Beobachtung überein, dass das Jahr 2014 mit einer Durchschnittstemperatur von 10,3 °C um ungefähr 1 °C wärmer war als die Jahre davor.